La cucina italiana: Köstlichkeiten aus dem Süden

29.05.2017

Kräuter, Öle, mediterrane Spezialitäten


Ein Sprichwort besagt: „Italien, der Frühling und die erste Liebe sind die drei Dinge, die selbst niedergeschlagene Personen fröhlich stimmen.“ Warum nicht alles miteinander kombinieren? Genießen Sie jetzt italienische Spezialitäten im Kreise Ihrer Liebsten! Das steigert die Vorfreude auf den Sommer und erhöht sogar die eigene Lebenserwartung.

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Die italienische Küche ist so temperamentvoll, lebendig und vielseitig wie das Land an sich. Norditalienische Trüffel wie aus dem Piemont gelten als Delikatesse. Im Herzen der Toskana geht es hingegen herzhaft zu. Hier kommen Wildspezialitäten wie das „cinghiale“, sprich Wildschwein, in allerlei Varianten auf den Teller. Im Latium, nördlich von Rom, verkörpern Haselnussplantagen und allerlei Pilzsorten eine weitere Seite des mediterranen Gusto. An den Küsten verwöhnen Fische und Meeresfrüchte den Gaumen. Und der südlichste Zipfel, Sizilien, rühmt sich dank orientalischer Einflüsse nicht nur Spezialitäten wie den Arancini, den legendären Safran-Reisbällchen, sondern auch den buntesten Nachspeisen der Welt.



Länger leben mit Genuss


„Alles, was ihr hier seht, verdanke ich den Spaghetti!“, hat Filmlegende Sophia Loren einmal gesagt. Die Italiener verdanken ihrer Küche tatsächlich viel. Laut einer Statistik der Weltgesundheitsbehörde (WHO) belegt Bella Italia in punkto Lebenserwartung Platz vier aller Länder weltweit. In dem Sprichwort: „A tavola non si invecchia: Bei Tisch altert man nicht“, steckt also mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Die ursprüngliche Italienküche bietet vor allem viel Gemüse, vom Auberginenauflauf bis zur Zucchiniblüte. Die Fiori di Zucca, besser bekannt als frittierte Zucchiniblüte, ist mit Limonenpesto oder Thunfischsoße serviert, besonders in Rom eine heiß begehrte Vorspeise.



Qualität, Zeit – und Amore!


Weniger ist mehr: Statt üppiger Mahlzeiten, zelebrieren Italiener mehrere kleinere Gänge über Stunden hinweg.  Es ist kein Zufall, dass die Slow-Food-Bewegung aus dem Land des geografischen Stiefels stammt.


Essen mit Muse ist unter aderem ein Privileg der Italiener.  Dazu gehört auch der bewusste Einsatz von Genussmitteln: Espresso gilt hier schon fast als „Über“-Lebensmittel, zum Abendessen sollte ein Glas Wein samt Acqua Minerale bereit stehen und außer Gelato befriedigen Cornetti (kleine Hörnchen) und Pasticcini (Feingebäcke, z. B. mit Schoko- und Vanillecreme, Obst und Mandeln) den süßen Gaumen. Von Allem etwas, scheint das gesunde Maß der Mitte zu sein.


Ebenso wichtig wie der Inhalt des Menüs ist die dazugehörige Umgebung. In einer bezeichnenden Redeweisheit ausgedrückt: „Chi mangia solo, crepa solo, chi mangia in compagnia, vive in allegria.“ Zu deutsch: Wer allein isst, stirbt allein. Wer in Gesellschaft isst, lebt in Heiterkeit.


Daher: Überraschen Sie Familie und Freunde doch einmal mit einem selbst gekochten Bella Italia-Abend. Oder genießen Sie die lebensfrohe Atmosphäre in einem der zahlreichen italienischen Spezialitätenrestaurants der Region. Buon appetito und tanti saluti aus dem Land, wo die Zitronen blühen…    


Die Esskultur ist eine Lebenseinstellung für jeden Tag und die leicht verdauliche und ausgeglichene Zusammenstellung der mediterranen Küche fördert nicht nur die Gesundheit, sie schmeckt auch gut. Es geht vor allem um die Kombination der Lebensmittel und um die
Zeit, die man sich (nicht nur) zum Essen nimmt. Reichlich Gemüse und Kräuter, außerdem Obst, Nüsse und weniger tierische Produkte zeichnen die mediterrane Küche aus. Diese Ernährung hat nachgewiesenermaßen einen positiven Einfluss auf Herz-Kreislauf,
sie kann vor Diabetes schützen, und hat eine vorbeugende Funktion unter anderem vor Krebs und Demenz. Wer Olivenöl durch Rapsöl ersetzt und frische pflanzliche Produkte bevorzugt, kann sich auch hierzulande „mediterran“ ernähren.


Almut Krämer, Diplom-Oecotrophologin AOK Biberach


 


Italien al dente


Die TOP 5-Basiszutaten um Tomaten, Pasta & Co. mediteran zu präsentieren


1. Olivenöl
Es ist das „Gold“ der cucina italiana. Die Mittelmeerküche ist vor allem deshalb so gesund, weil Butter, Sahne und Schmalz durch die gesunden Fettsäuren des nativen Pflanzenöls ersetzt werden. Statt schwerer, kalorienreicher Soßen ein paar Esslöffel Olivenöl mit frischen Kräutern, Pinienkernen und Parmesan vermischen – fertig!


2. Kräuter
Ciao Ragazzo: Basilikum ist der „feste Freund“ der Tomate und gehört bei Caprese, Pesto und Spaghetti Napoli einfach dazu. Thymian, Heilpflanze des Jahres 2006, macht Suppen, Eintöpfe, Fisch- und Fleischgerichte besonders bekömmlich. Rosmarin darf auf keinem Grill fehlen, sein Aroma adelt zum Beispiel Geflügel und Lamm, Rosmarinkartoffeln haben das Zeug zum Hauptgericht. Oregano kann großzügig bei Omeletts, Gemüseaufläufen sowie als Pizzagewürz verwendet werden. Er passt zu jedem mediterranen Gericht. Zitronenmelisse und
Orangenminze setzen –  sparsam verwendet – bei Nachspeisen und Fisch sommerlich-frische Akzente.
Tipp: Kräuter immer frisch im Töpfchen kaufen oder im eigenen
Kräutergarten ziehen. Leckeres gibt’s auch auf Wochenmärkten,
Bio-Supermärkten und im Fachhandel.


3. Essig
Ob als Condimento, bianco, rosso oder dunkler Balsamico, mit Aromen oder pur – lassen Sie sich von der Vielfalt der Angebote überraschen!


4. Parmigiano
Das Topping schlechthin: Kaum ein Gericht, über das nicht ein paar Flöckchen Parmesan gestreut werden. Auch Pecorino, Büffelmozarella und Ricotta erfreuen sich großer Beliebtheit.


5. Pinienkerne
Ob in Salaten, im Pesto genovese oder in der Torta della nonna – Pinienkerne finden in der italienischen Küche regen Absatz. Sie sind nicht nur sehr gesund, sondern leider auch relativ kostspielig. Pinienbäume tragen erst nach etwa 20 Jahren Zapfen, diese müssen mühsam in luftigen Höhen geerntet und ihre Kerne herausgepult werden. Doch der Aufwand für das nussig-cremige, leicht tannenartige Aroma lohnt sich. Vorsicht bei billigen Exporten aus China und Fernost: Sie fallen geschmacklich ab und sind manchmal mit Rückständen belastet.
Tipp: Pistazien und Mandeln sollten ebenfalls in keiner Küche fehlen. dwi



Fotos: Fotolia.com (Lukas Gojda, S-MAURO, rh2010)

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