Wellnessoase Bad

05.10.2017

Das Badezimmer ist ein privater Rückzugsort, eine Wellnessoase, ein Ort der Ruhe und Entspannung, in der man sich in Ruhe auf den neuen Tag oder eine erholsame Nacht vorbereitet und das in vollen Zügen genießt. Die Zeiten der Nasszelle, in der man sich nur kurz aufhält, um sich zu waschen und die Zähne zu putzen, sind längst vorbei, und die Möglichkeiten, sein Bad zu gestalten, sind faszinierend vielfältig. Auch modernste Digitaltechnik erobert das Bad und bietet individuell programmierbaren Komfort auf höchstem Niveau. 




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Technologie im Bad ermöglicht duschen nach einem festen Programm, bei dem verschiedene Strahlarten tanzen, Songs von Klassik bis Charts als entspannte Hintergrundmusik laufen, und die Lichtfarben im vorgegebenen Rhythmus wechseln und unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Smart Bad wird zu einem festen Bestandteil werden und Produkte wie die Spa-Dusche, die mehr als nur eine Sache kann, oder eine komplette Raumvernetzung macht das Bad zum Ort digitaler Szenarien, die sich nach den Wünschen der Nutzer programmieren lassen.


Das schließt sinnliche Materialien und Naturprodukte keineswegs aus. Ganz im Gegenteil.  Holz oder Stein, Textilien aus Baumwolle oder Leinen und vereinzelte Oberflächen mit edlem Hochglanz signalisieren unseren Sinnen: Hier fasst sich alles gut an und man spürt die ruhige, ausgeglichene und großzügige Atmosphäre. Wer das Bad als Wellnesszone begreift, teilt den Raum in verschiedene Zonen ein – Nassbereiche, Spritzwasserbereiche und einen Trockenbereich. Dementsprechend können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Holz, Naturstein, Leder und Moos als Wandelemente bringen Natürlichkeit ins Bad, Edelstahl, Glas, Beton und Email stehen für Purismus und eine klare Formensprache. Die gekonnte Kombination aus beidem ergibt einen außergewöhnlichen, aber wohnlichen Kontrast.   


Voraussetzung für eine ansprechende Gestaltung sind Freiflächen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie bei der Badplanung berücksichtigen. Gleiches gilt für eine freistehende Badewanne. Sie vermittelt Großzügigkeit und Eleganz und vermeidet die „typische“ Badezimmer-Optik, bei der alle Sanitärobjekte an der Wand entlang eingebaut sind.


Kleinteilige Utensilien wie Zahnbürsten, Kosmetika und Hygieneartikel in Gruppen zusammenzustellen, in Kästchen und Körben aufzubewahren oder genügend Stauraum einzuplanen, sorgt für optische Ruhe. Auch Farben spielen eine große Rolle, denn richtig eingesetzt, steigern sie das Wohlbefinden. Wie so häufig gilt auch hier: Weniger ist mehr.


Generell wirken sanfte Töne wie Sand oder Creme als Grundton harmonisch. Aufgelockert wird gegebenenfalls mit einer Kontrastfarbe oder einer Akzentfarbe. Das können ausgewählte Bereiche oder auch nur einzelne Badmöbel oder Badtextilien sein, die für einen Farbkick und eine wohnliche Atmosphäre sorgen. Schöner Nebeneffekt: Textilien sind leicht ausgetauscht, wodurch man dem Bad schnell und einfach eine neue Stimmung verleihen kann.


Kombiniert man Badmöbel außerdem mit einem Stück, das sonst seinen Platz woanders hat - ein Kronleuchter, ein kleiner Sessel oder eine Kommode - wird das Bad gleich wohnlicher. Zusammen mit funktionalen Badobjekten sind solche Unikate ein wahres Dream-Team. Holz ist immer warm und gemütlich, und kleine Accessoires, wie Schalen, gefüllt mit Reisemitbringseln oder ein Bilderrahmen, lassen Gedanken wandern. Eher ungewöhnlich für die Gestaltung eines Badezimmers sind Tapeten. Gemeint sind außergewöhnliche Textiltapeten mit floralen Mustern, abstrakten Zeichnungen oder im Vintage Look. Zusammen mit einer freistehenden Badewanne ein absoluter Hingucker.
Die passende Beleuchtung setzt die Highlights im Bad ins richtige Licht. Idealerweise ist die Grundbeleuchtung nicht zu hell und spendet ein warmes, gelbliches Licht. Wohlfühllicht entsteht immer durch einen Mix aus indirektem Licht, Strahlern und Lichtinseln. Es wird ergänzt durch Akzentlicht am Spiegel, das bei Bedarf richtig hell sein sollte. LED-Technik ermöglicht es, das Licht in Badmöbeln, Schubladen, Spiegelschränken, Dusch-WCs und Badewannen zu integrieren. LED Lichtspiegelschränke, deren Lichtleisten flächenbündig über die gesamte Höhe der Spiegelfläche verlaufen, ermöglichen eine intensive Lichtstreuung. Eine Farbwechselplatine steuert über einen Touch-Sensor fließende Übergänge von warm- zu kaltweißem Licht.


Über Bluetooth-Module können Internet-Radio oder Musik von Smartphones, Tablets und MP3-Playern über die in der Funktionsleiste integrierten Lautsprecher abgespielt werden. Mit den neuen LED-Leuchten kann man Räume außerdem - je nach Stimmung - in unterschiedliche Farben tauchen. Kühle Töne wie Blau und Grün beruhigen, warme Lichtfarben wie Rot und Gelb beleben.


Wer dann noch alles ausschaltet, was mit dem Alltag zu tun hat und stören könnte: Telefone, Handys, Computer, Türklingel… ist mal eben weg – weit weg.  


 



Dusche, Badewanne & Co


Was für uns heute selbstverständlich ist, war ein Entwicklungsprozess mit einigem Auf und Ab. Anfangs war die Dusche nichts anderes als Wasser, das man sich mit einem Gefäß über den Kopf schüttete und gebadet wurde im Fluss. Das antike Griechenland kannte dann bereits Zuleitungen, die natürlichen Wasserfällen nachempfunden waren. Im Mittelalter spielte die Badekultur kaum eine Rolle, und im 16./17.Jahrhundert ersetzten Leinenunterwäsche, Puder und Parfüm den Waschvorgang. Wasser galt als Überträger von Krankheiten und wurde gemieden. Im 18. Jahrhundert kam dann die Erkenntnis, dass gründliche Sauberkeit dazu beiträgt, Krankheiten zu vermeiden - Waschen wurde en vogue.


Wannenbäder waren für Wohlhabende, und Duschen etablierten sich als platz- und wassersparende Reinigungsmöglichkeit. Wen wundert es also, dass sie zunächst in Kasernen, Internaten und Gefängnissen Einzug hielten. Das passte auch zum Sport à la Turnvater Jahn und zur Reformbewegung und dem damit verbundenen Körperkult des frühen 20. Jahrhunderts. Bis sich die Dusche in Privathaushalten durchsetzte, dauerte es allerdings noch bis in die 60er Jahre. Bis dahin behalf man sich mit Wannenbädern in öffentlichen Badehäusern oder dem wöchentlichen Wannenbad der gesamten Familie am Samstag.


Mittlerweile wird Duschen von vielen Menschen bevorzugt und nicht nur in einem Bad mit wenig Platz kann man durchaus auf eine Badewanne verzichten. Das bedeutet – außer für Liebhaber wohliger Wannenbäder – keineswegs weniger Komfort. Moderne Duschen bieten ein Wohlfühlerlebnis der Extraklasse und passen sich den Wünschen ihrer Nutzer an. Die Vorlieben sind durchaus unterschiedlich: vom sportlich-aktiven Fitnessduscher über die Pflegeduscher, bei denen das Duschen ein tägliches Ritual ist, den Schnellduscher oder den Genussduscher, der am liebsten abends unter der Dusche entspannt, wird die individuell geplante Dusche allen Ansprüchen gerecht. Mit modernem Design, zeitgemäßer Technik und durchdachter Ergonomie, intuitiven Bedienelementen, barrierefrei und pflegeleicht sind Duschen fester Bestandteil der Wellnessoase Bad und zugleich ein gestalterischer Blickfang. Zu den besonderen Duscherlebnissen gehören neben den unterschiedlich einstellbaren Strahlarten vor allem Dampfduschen und Duschen mit integrierter Infrarotheizung.


Baden gehört im Gegensatz zum Duschen nicht zum täglichen Reinigungsritual, sondern wird als besonderes Entspannungserlebnis empfunden. Eintauchen und den Alltagsstress vergessen, ist nicht nur eine subjektive Empfindung. Tatsache ist, dass warmes Wasser Verspannungen löst und entsprechende Zusätze eine positive Wirkung auf die Haut und das Wohlbefinden haben.


Das Badevergnügen beginnt mit dem Einlassen des Wassers, der Wahl des Badezusatzes und ganz nach Wunsch mit Musik und mit Licht, das der gewünschten Stimmung entspricht. Mit digitaler Vernetzung lässt sich das Bad ganz nach individuellen Vorlieben per Touchscreen oder Sprachsteuerung mit Licht und Sound inszenieren.


Die Zeiten von eingebauten Badewannen sind zwar nicht vorbei, aber dem Charme einer freistehenden Badewanne kann sich kaum jemand entziehen. Mit dem entsprechenden Hintergrund – Ausblick in die Natur, Mooselemente oder eine Tapete – wird die Badewanne zum Kokon für Behaglichkeit und Wohlbefinden. Bei Wannen und Duschen haben die Hersteller in den letzten Jahren viele neue Produkte mit Wellness-Charakter auf den Markt gebracht. Moderne Badewannen sind ergonomisch geformt, haben auf Wunsch auch Platz für Zwei, und Nackenkissen, Griffe oder Ablagen tragen zusätzlich zum Komfort bei. Wer die vitalisierende Variante eines Wannenbades bevorzugt, schaltet die Massagefunktion ein und lässt sich von den perlenden Wasserbläschen einer Whirl-Badewanne wohlig massieren.


Ein Hingucker im Badezimmer kann auch ein außergewöhnlicher oder einfach schöner Waschtisch sein. Es gibt vier Arten: Einbauwaschtische, Halb-Einbauwaschtische, Unterbauwaschtische und Aufsatzwaschtische. Einbauwaschtische fügen sich in den Gesamteindruck harmonisch ein und bieten mit integrierten Waschtischen jede Menge Stauraum. Halb-Einbauwaschtische sind ein aktives Gestaltungselement, das sich perfekt mit außergewöhnlichen Armarturen kombinieren lässt.


Besonders minimalistisch und in puristischen Bädern ein ästhetisches Highlight sind Unterbauwaschtische, die mit Platten aus edlen Materialien besonders hochwertig wirken. Als absolutes Designobjekt gelten Aufsitzwaschtische, die in unterschiedlichsten Formen jedem Bad das gewisse Etwas verleihen und als „Skulptur“ den Gesamteindruck mitbestimmen. sba


 
Fotos: Villery & Boch, Fotolia.de (denisismagilov, smoxx, sweetl1, denisismagilov, Robert Kneschke, XtravganT)

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