Ressourcenschutz und Rohstoffgewinnung

23.04.2018

Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource, die durch nichts ersetzt werden kann, und die nicht überall auf dieser Welt unbegrenzt zur Verfügung steht. Vor allem nicht in der Qualität wie sie in Deutschland selbstverständlich ist.

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Um diese wertvolle Ressource zu schützen und das Grundwasser – und damit auch das Trinkwasser – nicht mit Schmutzwasser zu verunreinigen, müssen Abwasserkanäle in regelmäßigem Turnus auf Lecks und Beschädigungen überprüft werden. Durch unentdeckte Lecks versickern täglich Millionen Liter Abwasser im Grundwasser. Rechtlich sollte die Überprüfung daher alle zehn Jahre erfolgen, eine Vorschrift, die auch für Privathaushalte vom Übergabepunkt an der Grundstücksgrenze bis zum Haus gilt. Mit einem modernen Spezialfahrzeug sind solche Dichtigkeitsprüfungen zerstörungsfrei möglich.


Nach einer gründlichen Reinigung ortet ein Kameraroboter mögliche Lecks, die dann ebenfalls von außen abgedichtet werden können. Bereits bei der Reinigung wird auf sparsamen Verbrauch geachtet und das verwendete Wasser über Rückführungssysteme mehrfach verwendet. Bei einer erforderlichen Sanierung von Lecks, die beispielsweise durch das Eindringen von Wurzelwerk entstehen, wird das beschädigte Rohr mit dem sogenannten Inliner System, einem Rohr im Rohr System, mit Epoxid- oder Silikatharz ausgekleidet. Damit ist das Rohr dicht, und weist außerdem verbesserte statische und hydraulische Eigenschaften auf.


Zwar ist das Kanalnetz überwiegend in kommunaler Hand, doch auch Unternehmen, Gewerbebetriebe und Privathaushalte haben die Pflicht ihre Abwasserrohre zu überprüfen und damit einen wichtigen Beitrag zum sorgfältigen Umgang mit der Ressource Wasser zu leisten.


Neben dem Abwasser entstehen in produzierenden Unternehmen unter anderem Bohr- und Schleifölemulsionen (Öl-Wasser-Gemische) oder ölhaltige Abwässer aus der Tankreinigung und verunreinigtes Kühlwasser – denn bei Schleif- und Bohrarbeiten wird das Material in der Regel mit Öl und Wasser gekühlt. Das Wasser, das normalerweise als Sondermüll entsorgt werden müsste, kann mit modernen Verdampferanlagen jedoch recycelt werden. Übrig bleibt ein öliges Konzentrat und Wasser. Das Konzentrat findet Verwendung als Brennstoffsubstitut und als Rohstoff für die Schmierstoff-
industrie, das Wasser kann als Brauchwasser wieder verwendet werden. Die Anlage arbeitet nach einem rein physikalischen Vakuum-Verdampfer-Verfahren ohne chemische Zusätze. sba


Fotos: Knittel GmbH

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