DTM 2019

08.04.2019

…auf ein Neues


Die neue DTM-Rennsaison ist gerüstet und in ihre Startposition gerollt. Nach dem Ausstieg von Mercedes-Benz aus der nahezu prestigeträchtigsten Tourenwagen-Rennserie der Welt, erwarten die Teams von Audi und BMW weitere Hersteller im Grid. Für die Schwaben springt R-Motorsport mit der Lizenz des britischen Premiumherstellers Aston Martin und dem Typ ‚Vantage‘ ein. 

Bild zur Neuigkeit

Die DTM 2019 basiert auf einem komplett neuen Regelwerk, dem ‚Class-1-Reglement‘, das auch zukünftig in der japanischen Super-GT-Meisterschaft zum Tragen kommen wird.  Für den Vortrieb sorgen anstelle der bisherigen V 8 Saugmotoren nun zwei Liter Turbos mit nur vier Zylindern. Das Basisgewicht reduziert sich um 50 kg auf nun 981 kg. Die Techniker versprechen sich mit dieser Aufrüstung eine Symbiose zwischen Performance und Effizienz. „Das sind die richtigen Zutaten für spektakuläre Überholmanöver - und damit spannenden Motorsport“, meint Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR GmbH und fügt hinzu „dank des deutlich gesenkten Leistungsgewichts und des Aeropakets kommt es künftig noch mehr auf den Fahrer an, im Wettstreit auf der Strecke mit Mut und Geschick den Unterschied auszumachen.“


Am Aussehen der DTM-Boliden werden signifikante Unterschiede erwartet. Größere Lufteinlässe an der Front und großflächigere Auslässe auf der Haube sorgen für mehr Umströmung der kühlenden Luft um den Motor und die Bremsanlage.


Nur noch ein Abgasendrohr, das unter der Beifahrerseite herausragt, sorgt für den kernigen Sound der DTM-Renntourenwagen. Das Drag-Reduction-System DRS wird über einen breiteren Heckspoiler aus nur noch einem Profil gesteuert und zum Einsatz kommen. 


Für mehr Action soll auch das ‚Push-To-Pass‘-System sorgen. Per Knopfdruck kann der Fahrer insgesamt zwölf Mal im Rennen rund 30 PS mehr generieren. Diese, dabei dem Motor unter Volllast mehr zugeführte Benzinmenge, begeisterte schon in den Rahmenserien der DTM die Fans auf den Rängen.
 
Apropos Rahmenserien - im Rahmenprogramm der DTM werden u. a. folgende Serien zu sehen sein: die neue W-Serie, in der nur Rennamazonen am Start sind, der Porsche Carrera Cup, die Formel III European Masters, die Tourenwagen-Classics, der Lotus Cup Europe sowie der Seyffahrt Audi R8 LMS Cup.


BMW
In diesem Jahr gibt BMW einem Rookie erneut die Chance im DTM-Auto zu brillieren: Sheldon van der Linde komplettiert den Fahrer-Kader der Münchner für die DTM-Saison 2019. Der 19-Jährige wird damit der erste südafrikanische Fahrer in der DTM sein. Im BMW M4 DTM übernimmt er das Cockpit von Augusto Farfus. Der restliche Kader rekrutiert sich mit Philipp Eng, Joel Eriksson, Timo Glock, Bruno Spengler und Marco Wittmann weiterhin aus den Stammfahrern der vergangenen Saison.  


AUDI
„In der DTM gibt es im nächsten Jahr viele spannende Neuerungen“, erläutert Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die größte ist sicherlich der stärkere Motor.“ Dabei stellte es sich auch heraus, dass es bei der DTM immer mehr am Fahrer liegt, Rennen zu gewinnen. Grund genug, auf den vorhandenen Fahrerkader zu vertrauen, der sich aus Loïc Duval (F/36), Robin Frijns (NL/27), Jamie Green (GB/36), Nico Müller (CH/26), René Rast (D/32) und Mike Rockenfeller (D/35) rekrutiert und mithin auf ‚sechs Richtige‘ zu setzen.


 
ASTON MARTIN
Die Briten halten sich noch etwas bedeckt. Fest steht bislang, dass die Vynamic GmbH - ein Joint Venture zwischen AF Racing und der HWA AG in Affalterbach - die DTM-Boliden von Aston Martin entwickelt und auch aufbauen wird. Verantwortlich für das DTM-Projekt Aston Martins zeichnet Dr. Florian Kamelger. Das angestrebte Ziel sind vier Aston Martin Vantage in der Rennserie an den Start zu bringen.


Als erster Fahrer wurde der DTM-Champion von 2010, Paul Di Resta, verpflichtet. Der 32-jährige Schotte verfügt über eine neunjährige Erfahrung bei rund 130 gefahrenen DTM-Rennen und drei Jahren im Force India Formel 1-Rennwagen.
Die Mannschaft wird durch Jake Dennis (23) verstärkt. Der britische Nachwuchsfahrer begann seine Karriere in der ‚InterSteps‘ Meisterschaft, die er auf Anhieb gewann. Wie auch im Jahr darauf die Formel Renault 2.0 der Northern European Championship. Top aktuell, kurz nach Redaktionsschluss, erreichte uns die Info, dass der Spanier und ex-DTM Mercedes Werksfahrer Daniel Juncadella sowie der 21-jährige Österreicher Ferdinand Habsburg als weitere Aston Martin Fahrer der DTM 2019 ernannt wurden.  


Text: Dirk und Eberhard Strähle  


Fotos: BMW Presse (1), Motorsport Total (1), Eberhard Strähle


 


DTM - Rennkalender 2019
03.05. – 05.05.  Hockenheim
17.05.  – 19.05.  Zolder
07.06.  – 09.06.  Misano
05.07.  – 07.07.  Norisring
19.07.  – 21.07.  Assen
10.08.  – 11.08.  Brands Hatch
23.08.  – 25.08.  Lausitzring
13.09.  – 15.09.  Nürburgring
04.10.  – 06.10.  Hockenheim

Bild zur NeuigkeitBild zur NeuigkeitBild zur Neuigkeit