Das Who’s who der Salate

08.04.2019

Es grünt so grün…


Wer liebt sie nicht… die knackigen Salate, die kombiniert mit Mais und Mozzarella, Gurken, Tomaten, Fetakäse, Avocado, Pilzen, Sprossen, gebratenen Garnelen, knusprigen Fleischstreifen und vielem mehr zu einer leichten, aber vollwertigen Mahlzeit werden. 

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Im Frühling und Sommer schmecken Salate besonders gut, denn die meisten Sorten kommen jetzt aus dem Freilandanbau. Die Vielfalt der Schnitt-, Pflück-, und Blattsalate garantiert Abwechslung und dazu kommen Wildsalate, wie beispielsweise Löwenzahn, die man an ausgewählten Stellen auch selbst pflücken kann.


Blattsalate bestehen zu 95 Prozent aus Wasser, sind kalorienarm und dennoch nährstoffreich. Sie enthalten kaum Kohlenhydrate, dafür aber wichtige B-Vitamine, Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Folsäure, Eisen und Chlorophyll. Salatsorten wie Chicoree oder Radicchio liefern dazu gesunde Bitterstoffe. Welche Sorten jeder bevorzugt, am liebsten mischt, mit Dressings verfeinert oder mit anderen Zutaten kombiniert, ist - wie immer - Geschmackssache.


Kopfsalat / Grüner Salat
Der Kopfsalat ist ein besonders milder Blattsalat und deshalb Salat-Liebling schlechthin. Da die Kopfsalat-Blätter sehr großflächig sind, verlieren sie besonders schnell an Frische und Saftigkeit und sollten besonders rasch verbraucht werden.


Eisbergsalat
Eisbergsalat oder auch Eis- oder Krachsalat ist ein Blattsalat mit besonders rundem, festem und dicht geschlossenem Kopf und herzhaftem, leicht herben Geschmack. Durch seine Form ist der Eisbergsalat besonders robust und hält im Kühlschrank verpackt bis zu zwei Wochen.


Romana / Römischer Salat
Der Romana oder auch Römersalat hat längliche, stark gerippte, außen dunkelgrüne und innen zartgrüne Salatblätter. Im Geschmack ist Romana herber und kräftiger als Blattsalat.


Eichblattsalat
Die Blätter des Eichblattsalates sind rot oder grün und erinnern in ihrer Form an Eichenblätter. Der Salat ist ähnlich empfindlich wie Kopfsalat und hat einen
haselnussartigen Geschmack.


Batavia
Batavia hat relativ dicke und typisch leicht gewellte Salatblätter. Er ist meist grün, die Blattränder können aber auch rötlich gefärbt sein. Geschmacklich erinnert der Batavia an Eisbergsalat und er ist würziger als Kopfsalat.


Lollo Rosso / Lollo Bianco
Die Salatköpfe bestehen aus großen, gekrausten Salatblättern, die beim Lollo Bianco, auch Lollo Biondo, zart grün, und beim Lollo Rosso rot gefärbt sind. Beide Blattsalat-Sorten haben einen angenehm nussigen und kräftigen Geschmack mit leicht bitterer Note. Je kleiner die Salatköpfe sind, umso milder schmecken sie.


Radicchio
Radicchio ist ein echter Italiener, der bei uns von Juli bis Oktober im Freiland gedeiht. Er hat dunkelrote Blätter, weiße Stiele und einen leicht bitteren Geschmack. Winterradicchio kann rund oder zapfenförmig sein und rote oder grüne Blätter haben.


Rucola
Am besten schmeckt Rucola oder Rauke, wenn er aus Freilandanbau stammt. Hier hat Rucola von Mai bis Oktober Saison. Kleinblättriger Rucola ist eher zart und weniger bitter. Der hohe Gehalt an Bitterstoffen und Senfölen verleiht der Würz- und Salatpflanze ihre typische Schärfe und nussige Note.


Spinat
Frischer, junger Spinat eignet sich ideal als Ergänzung von anderen Blattsalaten, Tomaten oder Gurken.


Löwenzahn
Bereits im zeitigen Frühjahr bereichern frische Löwenzahnblätter als Salat oder als Salatergänzung den Speiseplan. Der kräftige, nussige Geschmack von Löwenzahn mit leicht bitterer Note ist der perfekte Partner von süßlichen Dressings.


Endiviensalat
Der Endiviensalat ist sowohl mit glatten Blättern erhältlich und nennt sich dann Escariol, als auch mit gezackten und gekrausten Blättern als so genannter Frisée. Bei beiden Endivien-Sorten sind die Blätter außen grün bis gelblich, das Salatherz kann fast weiß sein. Dieser Blattsalat schmeckt leicht nussig und angenehm herb.


Schnittlauch, Basilikum & Co. –  Kräuter sind das i-Tüpfelchen
Kein Salat ohne Kräuter und das Angebot umfasst längst mehr als Petersilie, Schnittlauch und Liebstöckel. Mit kompetenter Beratung lassen sich Geschmacksaromen entdecken, die man hinter den grünen Blättchen und Stengeln nie vermutet hätte. Zu den Profis in Sachen Kräutern gehört die Söflinger Gärtnerei Stollmaier. Ab März ist sie mit ihrem Angebot auf dem Ulmer Wochenmarkt und verführt zu genussvollen Kräuterexperimenten. Die angebotene Vielfalt auch außergewöhnlicher Kräuter wie Cola-, Curry- oder Lakritzkraut, Wasabi und vieles mehr geht zurück auf eine steigende Nachfrage. „Viele Kunden möchten Rezepte aus den Küchen dieser Welt ausprobieren“, begründet Rita Stollmaier die teils exotische Auswahl. „Daneben haben wir inzwischen sechs Variationen von Basilikum. Die ersten frischen und robusten Kräuter im Jahr sind die Italiener: Rosmarin, Thymian und Schnittlauch. Nach und nach kommen weitere Kräuter hinzu, die wir in Töpfen kultivieren und für die tägliche „Ernte“ beim Kunden anbieten. Wichtig ist, dass alle Kräuter nach der Frostphase möglichst bald ins Freie gepflanzt werden und dort Sonne abbekommen. Nur dann entfalten die Kräuter ihr ganzes Aroma und bleiben auch gesund.“      sba



Buchtipp: Kräuter – 40 Kräuter und 140 Rezepte


Tanja Grandits, die Meisterin der Aromaküche, präsentiert in ihrem Buch 140 Rezepte, in denen sie die ganze Geschmacksfülle und den Nuancenreichtum der bunten und vielfältigen Welt der Kräuter auftischt. Dazu erzählt sie Wissenswertes über Eigenschaften und Verwendung von 40 Kräutern - vom süßem African-blue-Basilikum über anisartigen Gewürzfenchel und wunderbar delikate Shiso-Kresse bis zum anregend frischen Verveine-Kraut.  


AT Verlag  /  352 Seiten
ISBN: 978-3-03800-805-7
39,90 EUR



Fotos: Fotolia.de (ExQuisine, iluzia)

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