Huaca - Zuchtbetrieb im Rothtal

28.10.2019

Unterwegs mit Lamas und Alpakas


Dunkle Augen, lange seidige Wimpern und ein unnachahmlicher Blick zwischen Neugier und Skepsis – Lamas faszinieren durch ihre entspannte Art, das Leben zu genießen. In Buch tun sie das gemeinsam mit ihren Besitzern, dem Ehepaar Thilo und Steffi Weis, die vor einigen Jahren mit fünf Lamastuten begonnen haben, und inzwischen eine Lama- und Alpakazucht mit insgesamt 40 Tieren betreiben. 

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Lamas und Alpakas haben als Gemeinsamkeit die biologische Zuordnung zu den Kamelen. Jedoch haben weder die Lamas noch die Alpakas Höcker. Was sie unterscheidet, ist die Größe: Lamas erreichen eine Schulterhöhe von rund 120 Zentimeter und können bis zu 200 kg wiegen, Alpakas werden in der Regel lediglich 90 Zentimeter hoch und haben ein Durchschnittsgewicht von 70 kg. Das Fell der Alpakas ist etwas feiner, es kann je nach Art flauschiger oder langhaarig fein gelockt sein, und eignet sich daher im Gegensatz zur Lamawolle für die Wollverwertung.


Die Angst, dass Lamas und Alpakas spucken ist weitgehend unbegründet. Dabei geht es lediglich um die Rangordnung in der Herde und solange sich die Tiere nicht von Menschen bedroht fühlen, spucken sie auch nicht. Ganz im Gegenteil fühlen sich domestizierte Tiere zu den Menschen hingezogen und sind geduldig und vorsichtig. Ideale Voraussetzungen also, um sie für Trekkingtouren einzusetzen oder als Tragtiere bei Wanderungen. Wenn ihnen etwas nicht passt, erkennt man das, wie beim Pferd, an der Stellung der Ohren. Zurückgelegte Ohren heißt, dass man besser Abstand hält, denn dann ist dem Lama oder Alpaka etwas nicht ganz geheuer. Im Zweifelsfall ergreift es die Flucht, und dann können die so genannten Neuweltkameliden ausgesprochen schnell werden. Doch das kommt bei den Tieren, die Menschen gewohnt sind, sehr selten vor, und so erfreuen sich besonders die Lamatouren immer größerer Beliebtheit.


In Buch werden ausschließlich die Lama- und Alpakahengste für Ausflüge eingesetzt, da die Stuten entweder tragend sind oder ein Fohlen dabei haben. Die „Jungs“ sind gut geübt und auch für Kinder ab 8 Jahren gut zu führen. Die Touren führen durch das naturbelassene Bucher und Obenhauser Ried – auch gerne mal weiter durch das Rothtal und seine angrenzenden Waldgebiete. Hier gibt es idyllische Plätze zum Rasten und Seele baumeln lassen. Es ist immer wieder ein Erlebnis zu beobachten, wie sich die Tiere auf ihre Begleiter einlassen und mit ihrer zurückhaltenden Neugier die Herzen der Besucher im Sturm erobern. Wer sich in ihren Bann ziehen lässt, kommt so schnell nicht mehr von ihnen los. sba


Foto: Thilo und Steffi Weis