Top-Innovator 2019

28.10.2019

M. und W. Schlecker Elektroanlagen GmbH


Einstein hatte auf vieles eine Antwort und für die Herausforderungen der Zukunft das Zitat, „dass sich Probleme nicht mit den Denkweisen lösen lassen, wie sie entstanden sind“. Unübersehbar hat Geschäftsführer Marcus Dodel diesen Spruch im Tagungsraum von M. und W. Schlecker platziert und setzt damit ein klares Signal. „In unserem Handwerksbetrieb stehen die Zeichen auf Zukunft und Innovation und der Weg führt zum Handwerk 4.0.“  

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Für das dahinter stehende Konzept wurde die M. und W. Schlecker Elektroanlagen GmbH mit dem Preis als Top-Innovator 2019 ausgezeichnet und gehört damit zu den 100 innovativsten Betrieben der Größenordnung 50 bis 200 Mitarbeiter. Das 1926 gegründete Unternehmen M. und W. Schlecker hat derzeit 55 Mitarbeiter und für Marcus Dodel ist klar: diese Auszeichnung ist eine Teamleistung.


Bei der Nachfeier Anfang Juli in Ulm formulierte es Uwe Wöhrle, Kreishandwerksmeister und Vorsitzender der Elektroinnung der Kreishandwerkerschaft Ulm, in seiner Laudatio ähnlich: Personal kommt vor Produkt und Kapital. Die offizielle Verleihung der Auszeichnung hatte Ende Juni in der Frankfurter Liederhalle unter anderem mit dem bekannten Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und Prof. Dr. Nikolaus Franke, Innovationsforscher an der Wirtschaftsuniversität Wien, stattgefunden.


In Ulm hatten es sich Vertreter der Kommunalpolitik und der Bundes- und Landespolitik, sowie Oberbürgermeister Gunter Czisch und Persönlichkeiten aus der Wirtschaft nicht nehmen lassen, persönlich zu gratulieren. Was 1926 als kleiner Handwerksbetrieb im Hinterhof eines Gebäudes an der Wagnerstraße begonnen hatte, ist heute ein Betrieb, der 2017 die Projektvolumengrenze von 1,5 Mio. Euro überschritten hat und als eine der ersten Adressen in Sachen Smart Home, Smart Security, Smart Building und Vernetzung im weiteren Sinn gilt. M. und W. Schlecker sind im gehobenen Wohnungsbau, im Gewerbe- und Industriebau, sowie in kommunalen Bauvorhaben als Komplettanbieter tätig. Innovation ist Chefsache, aber sie wird im Team besprochen und umgesetzt. Das beginnt schon bei den Azubis, von denen einer Kammersieger seines Jahrgangs und
2. Landessieger wurde und setzt sich bei den erfahrenen Mitarbeitern fort, bei denen regelmäßige Weiterbildung bei steigender Nachfrage einen hohen Stellenwert hat. „Gemeinsam wollen wir M. und W. Schlecker zu einer Marke ausbauen“, beschrieb Marcus Dodel den gemeinsamen Anspruch, für den sich alle engagieren. „Unterstützt werden sie dabei von unserer App „Mobiler Monteur“. In seiner Kurzpräsentation nannte Dodel, der das Unternehmen seit 2001 führt, diese App als ein Beispiel für Digitalisierung im Betrieb. „Die App ist ein internes Management und ersetzt Rapportzettel, koordiniert auftragsrelevante Daten und steuert Prozesse über die verschiedenen Unternehmensebenen. Das werden wir ausbauen und die Kunden in das System einbinden.“ Mit Innovationen wie dieser erfüllte Schlecker die 100 Kriterien für die Nominierung. Beworben hatten sich 3600 mittelständische Unternehmen in drei Größenordnungen. Vor diesem Hintergrund zu den Top 100 zu gehören, ist ein Fest wert, bevor in einigen Jahren das hundertjährige Jubiläum gefeiert werden kann.   



Info: Das Top-100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge wird seit 1993 von compamedia vergeben. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Nikolaus Franke, Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW.  sba


Foto:  M. und W. Schlecker