Top Spezial Frühjahrsausgabe 2019:

21.03.2019

Laupheim - Glanzstück in Oberschwaben


Laupheim befindet sich rund 23 km südwestlich von Ulm und außerdem Lichtjahre von der Erde entfernt. Seit 1999 trägt auch ein Asteroid den Namen 7167 Laupheim. Doch zurück zu den irdischen Dingen wie der erstmaligen dokumentarischen Erwähnung Laupheims im Jahr 778, die,  ebenso wie die Ernennung zur Stadt 1869, und die Erhebung zur Großen Kreisstadt 2016 noch keine Lichtjahre zurückliegt. 

Bild zur Neuigkeit

Als Freizeitvergnügen und Dienstleistung der besonderen Art macht der Bundeswehr-Luftsportring Laupheim e.V. den Traum vom Fliegen wahr und bietet Rundflüge an. Wem das nicht reicht, der kann seine Pilotenlizenz erwerben und mit der Lizenz in der Tasche anschließend von Laupheim aus immer wieder abheben. Die Flugzeugflotte für Hobbyflieger steht bereit. In diesem Jahr feiert der Verein sein 50 jähriges Jubiläum. Am 18. Und 19. Mai mit einem luftsportlichen Event für Nicht-Flieger, leidenschaftliche Flieger und solche die einfach mal abheben möchten.


Neben der Arbeit und dem Alltag kommt auch das Vergnügen in Laupheim nicht zu kurz. Mit traditionellen Festen, einem aktiven Vereinsleben, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangeboten und einer attraktiven Innenstadt, die zum Bummeln und Shoppen einlädt. Laupheim überzeugt mit einem breiten Angebot unterschiedlicher Branchen - von kleinen Boutiquen mit exklusiven Produkten bis zum gut sortierten Einzelhändler. Als Freizeitvergnügen und Dienstleistung der besonderen Art macht der Bundeswehr-Luftsportring Laupheim e.V. den Traum vom Fliegen wahr und bietet Rundflüge an. Wem das nicht reicht, der kann seine Pilotenlizenz erwerben und mit der Lizenz in der Tasche anschließend von Laupheim aus immer wieder abheben. Die Flugzeugflotte für Hobbyflieger steht bereit.



Kulturhaus Schloss Großlaupheim


Über der Stadt thront das Schloss, das seit 1100 das Stadtbild prägt. Sein Ökonomiegebäude wird seit 2002 als Kulturzentrum genutzt und dient als Aushängeschild der Stadt. Vom Getreidelager bis zum Eiskeller bietet das Kulturhaus unterschiedlich bespielbare Räume, modernste Tagungs- und Veranstaltungstechnik, ein Schlosscafé und eine gelungene Architektur, die historische Bausubstanz mit modernen Elementen kombiniert. Eingebettet in einen Park und einen romantischen Rosengarten ist das gepflegte Ensemble über den Dächern der Stadt Veranstaltungsort für Auftritte von Künstlern unterschiedlicher Genre, für Familienfeste und für Veranstaltungen von Unternehmen, die hier feiern, präsentieren oder weiterbilden. Der Rosengarten ist Anziehungspunkt für Rosenliebhaber und bietet beim jährlichen Rosenmarkt außer zahlreichen Rosensorten ein umfassendes Angebot rund um das Thema Rose.


Museum im Schloss


Das Museum im Schloss Großlaupheim ist einmalig, denn es widmet sich auf sehr einfühlsame Weise der Geschichte von Christen und Juden. Die Anfänge gehen zurück auf das Jahr 1730, als die Freiherren von Welden die ersten jüdischen Familien nach Laupheim holten, um sie unter ihren Schutz zu stellen. Bis zum Dritten Reich entwickelte sich daraus eine der größten jüdischen Gemeinden in Württemberg. Aus ihr stammen berühmte Persönlichkeiten wie der Jugendstildesigner Friedrich Adler, die Hochspringerin Gretel Bergmann und der Filmpionier Carl Laemmle. Das Ausstellungskonzept entwickelte das Stuttgarter Haus der Geschichte, das in chronologischer Reihenfolge von mehr als 200 Jahren Nebeneinander und Miteinander, von Vertreibung und Mord, aber auch von ersten Schritten der Versöhnung berichtet. Zum Abschluss erzählt die Ausstellung aber auch von einer vorsichtigen Annäherung zwischen Laupheim und den Emigranten nach 1945, die mit den „Laupheimer Gesprächen“ der „Dritten Generation“ eine weitere
Dimension in der thematischen Auseinandersetzung bekommt.



Filmpionier Carl Laemmle - von Laupheim nach Hollywood 


Als einflussreichster der Laupheimer Juden schrieb Carl Laemmle, der als Gründervater von Hollywood gilt, Geschichte als mächtiger Studioboss und Filmpionier. Er wanderte bereits 1884, mit 17 Jahren, in die USA aus. Mit dem so genannten Nikelodeon zeigte er öffentlich die ersten Stummfilme, und von da bis zum größten Kinobesitzer Chicagos war es nicht mehr weit. 1913 ließ er nahe Los Angeles eine ganze Studiostadt, Universal City, erbauen, in denen berühmte Filmklassiker entstanden: „Der Glöckner von Notre Dame“, „The Phantom of the Opera“, „King of Jazz“ und den bedeutenden und zugleich umstrittenen Film „Im Westen nichts Neues“, für den Laemmle 1930 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Laemmle kehrte regelmäßig und nie mit leeren Händen nach Laupheim zurück. Erst das Einreiseverbot der Nazis unterbrach diese regelmäßigen Besuche, aber Carl Laemmle unternahm alles, um den bedrängten, entrechteten Juden in Deutschland zu helfen.


Er übernahm über 300 Bürgschaften, ohne die niemand in die USA einwandern konnte und bewahrte damit viele Menschen vor dem sicheren Tod in den Konzentrationslagern. Eine großartige humanitäre Tat, zu der er auch andere motivierte. Carl Laemmle ist Ehrenbürger der Stadt Laupheim und Namensgeber des 2017, zum 150. Geburtstag von Laemmle, erstmals verliehenen Filmproduzentenpreises. In diesem Jahr erhält Stefan Arndt den mit 40.000 Euro dotierten Preis für sein Lebenswerk u.a. mit Filmen wie „Lola rennt“ oder „Goodbye Lenin!“. 



Planetarium und Volkssternwarte


In Laupheim ist der Weg von Hollywood nicht weit bis in die Milchstraße. Hier eröffnen Planetarium und Volkssternwarte den Blick in die Sterne und in die unendlichen Weiten des Alls. Das Planetarium Laupheim ist das modernste Planetarium dieser Größenordnung in Europa und bei Innovationen stets vorne mit dabei – und das seit 1975. Die faszinierenden Sternen-Shows, Kinderprogramme und die unterhaltsame und verständliche Vermittlung komplexer Zusammenhänge mit modernster 3D-Projektion sind die Einladung der ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Planetariums und der Volkssternwarte e.V. zu wissenschaftlicher „Science Fiction made in Laupheim“.


Feste feiern


In Laupheim lässt es sich gut leben und auch feiern. Ein Höhepunkt des bürgerschaftlichen Gemeinsinns in der Stadt ist das traditionelle Kinder- und Heimatfest. Jedes Jahr im Juni wird gemeinsam gefeiert und Jung und Alt tragen zum Gelingen der Umzüge und des fünftägigen Festprogramms bei. Brauchtum, Tradition und Geselligkeit stehen im Mittelpunkt und im „schönsten Biergarten Oberschwabens“ trifft man „jeden“ und oft auch alte Freunde und Bekannte, die extra zum Kinder- und Heimatfest zurück in ihre Heimatstadt kommen.


Vierbeiner, genauer Kaltblüter stehen im Mittelpunkt beim traditionellen Kaltblutmarkt, bei dem die Pferde gekauft und verkauft sowie prämiert werden. Das Schauprogramm rund um Ross und Reiter begeistert auch alle, die nicht unbedingt ein Zugpferd benötigen.  



Laupheimer Fototage


In diesem Jahr wird Laupheim zum 30. Mal zum Mekka für Hobbyfotografen. 1989 fanden die Laupheimer Fototage erstmals statt und entwickelten sich seitdem zum Highlight im Terminkalender von Fotoliebhabern. Die zweitägige Veranstaltung bietet mit Vorträgen, Seminaren, Workshops und Ausstellungen einen umfassenden Überblick über moderne technische Möglichkeiten der Fotografie, über angesagte Stilmittel und über Bearbeitungstechniken. Außerdem zeigen Profis ihre Projekte und geben Tipps aus der Praxis.   sba


Fotos: Stadt Laupheim, Laupheimer Fotokreis  


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