Food-Trend 2020: Westafrikanische Küche

07.04.2020

Exotische Aromen


Foodies können sich über den neusten Küchentrend freuen: West African Cuisine. Die Westafrikanische Küche sowie die landestypischen Zutaten gehören zum absoluten Must-Try in diesem Jahr und lassen jedes Genießer-Herz höherschlagen. 

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Die kulturelle Vielfalt Westafrikas findet sich auch in ihrer abwechslungsreichen Küche wieder. Typisch sind Gerichte mit einfachen Zutaten, die raffiniert zubereitet und abgeschmeckt werden. Zudem wird viel Wert auf gesunde Lebensmittel gelegt. Superfoods wie Maniok, Bohnen, Tamarinden oder Yamswurzel erobern jetzt nicht nur unseren Speiseplan, sondern auch unsere Lebensmittelgeschäfte.


Die Küche Nigerias ist für ihre große Vielfalt bekannt. Die Rezepte werden meist nur mündlich von den Müttern an die Töchter weitergegeben, was jedes Gericht einzigartig macht, da es den persönlichen Geschmack widerspiegelt. Man kombiniert vielerlei Gewürze, Kräuter und Aromen mit Palmöl oder Erdnussöl zu hocharomatischen Saucen und Suppen.


Für alle, die mal etwas Neues auf den Tisch bringen möchten, haben wir zwei leckere Rezeptideen. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!



MOYIN MOYIN - Gedämpfte Bohnenküchlein
Für 4 bis 6 Personen


500 g getrocknete weiße oder braune Bohnen, ersatzweise Bohnen aus der Dose
2 EL Palmöl
1 große Zwiebel, gehackt
1 Dose (300 g) Corned beef oder
Thunfisch
10 kleine rote Paprikaschoten
1 EL Cayennepfeffer
1 TL getrockneter Thymian
1 TL gemahlene Kurkuma
1 EL Instant-Rinderbrühe
2 Eier (nach Belieben)
Warmes Wasser
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Die getrockneten Bohnen einige Stunden in kaltem Wasser einweichen. In frischem Wasser weichkochen, abgießen und mit kaltem Wasser bedecken. Mit den Fingern zerdrücken und die Häute entfernen. (Bohnen aus der Dose grob zerdrücken, 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann gründlich abspülen, Häute entfernen.) Die zerdrückten Bohnen mit den übrigen Zutaten vermischen und nach Geschmack würzen. Etwas warmes Wasser unterrühren, bis die Mischung dickflüssig ist. In gefettete Portionsförmchen füllen. In einen zur Hälfte mit heißem Wasser gefüllten Dämpftopf stellen. Einen Deckel auflegen. Die Küchlein
eine Stunde dämpfen. Herausnehmen und 1 bis 2 Minuten stehen lassen. Auf Druck sollten sie sich fest anfühlen. Aus den Förmchen nehmen und heiß oder kalt auf einer Servierplatte anrichten.



Thiebou djeun ist das Nationalgericht Senegals, obwohl es keine festen Zutaten vorschreibt – es kann nur aus einer schlichten Schüssel Reis mit Gemüse bestehen oder Beigaben wie Fisch enthalten. Wie fast überall in Afrika spielen Erdnüsse in der Küche Senegals eine wichtige Rolle. Maffé ist ein auf Erdnuss-Sauce basierendes Schmorgericht mit Huhn, Rind- oder Hammelfleisch und wird als eine der kulinarischen Säulen des Landes betrachtet.



MAFFÉ D’AGREOU - Lamm mit Erdnuss-Okra-Sauce
Für 4 bis 6 Personen


3 EL Öl
500 g Lammfleisch, in Würfel
geschnitten
2 Zwiebeln, gehackt
2 Tomaten, abgezogen und gehackt
5 EL Tomatenmark
100 g Erdnusscreme
2 Süßkartoffeln, geschält und geviertelt
100 g frische Okra, geputzt und gehackt
1 große Maniokknolle, geschält und
gehackt
1 rote Paprikaschote, gehackt
Salz und Pfeffer nach Geschmack
500 ml Wasser


Die Lammwürfel im heißen Öl anbraten. Aus dem Topf nehmen und warm stellen. Die Zwiebeln in den Topf geben und anschwitzen. Die restlichen Zutaten bis auf das Wasser hinzufügen und unter Rühren etwa 5 Minuten garen. Das Wasser angießen. Das Fleisch zurück in den Topf geben und alles 50 bis 60 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit Reis servieren.


 


Kleine Warenkunde


Okra (Gambos)
Meist längliche Früchte einer Eibisch-Art. Die rundlichen kommen als bamias in den Handel. Die fünfeckigen, fingerdicken, grünen Schoten sind ein in Afrika häufig verwendetes Gemüse. Man sollte beim Kauf möglichst junge, feste Schoten auswählen, die älteren enthalten eine gallertartige Masse.


Maniok (Kassave)
Ein tropisches Gemüse mit stärkereichen Wurzelknollen. Die Schale der Maniok-
knolle wird mit einem scharfen Messer aufgeschlitzt und wie bei einer Banane abgezogen. Das Wurzelfleisch wird dann der Länge nach aufgeschnitten und der faserige innere Strang entfernt. Gekocht können Maniokknollen Kartoffeln ersetzen. Getrocknet und gemahlen dient
Maniok als Speisestärke (Tapioka).



Fotos: AdobeStock. com (Mirek), Christian Verlag

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