Museum Ulm und HfG-Archiv

06.07.2020

Nach der vorübergehenden, coronabedingten Schließung sind das Museum Ulm und das HfG-Archiv seit dem 12. Mai 2020 wieder geöffnet und zeigen neue Ausstellungen. 

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Archäologieausstellung Schwarz auf Weiß
Zusätzlich zu seinen umfangreichen Sammlungen der Archäologie, Alter und Moderner Kunst präsentiert das Museum Ulm bis 31. Januar 2021 die neue Sonderausstellung „Schwarz auf Weiß – Das Rätsel der Steinzeitscheiben aus dem Blautal“. Seit 2011 gehören die Ruinen eines 6.000 Jahre alten Dorfes aus der Jungsteinzeit im Blausteiner Ortsteil Ehrenstein zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Unter den zahlreichen geborgenen Gegenständen fallen die flachen, annähernd runden Scheiben verschiedenster Größe aus Kalkstein mit einer doppelten Durchlochung in der Mitte besonders auf. Offenbar wurden diese Scheiben nur in diesem Dorf hergestellt und benutzt. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt der rund 200 Scheiben und geht auch der spannenden Frage nach ihrer Deutung und Verwendung nach. 


Neue Werke zur Sammlung Stiftung Kurt Fried
Unter dem Titel „Darf’s was Neues sein!“ zeigt das Museum Ulm erstmals Werke aus zwei hochkarätigen Privatsammlungen zur internationalen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die es als Schenkungen erhalten hat. Darüber hinaus prominente Arbeiten und Werkgruppen der Pop Art als Dauerleihgaben, u.a. mehrere Grafikserien von Andy Warhol. 


Neue Ausstellung zur Geschichte des Museums
Mit „Eine Frage der Zeit? Museum Ulm gestern, heute, morgen“ beleuchtet diese neue Ausstellung die Geschichte und die Zukunft des Museums: Wie beeinflusst das Zeitgeschehen die Entwicklung eines Museums? Wie kann das Museum der Zukunft aussehen? Die Präsentation stellt eine Aufarbeitung der Geschichte des Museums Ulm vor, die auch die Entwicklung des Archivs der ehemaligen Hochschule für Gestaltung einbezieht. Über partizipative Stationen werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, an Diskursen zur zukünftigen Entwicklung des Museums teilzuhaben.


Jubiläumsausstellung zu Hans Gugelot im HfG-Archiv
Das HfG-Archiv lädt zum Besuch der aktuellen Jubiläumsausstellung „Hans Gugelot – Die Architektur des Design“. Der holländische Architekt Hans Gugelot (1920-1965) war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein führender Industriedesigner. Ab 1954 unterrichtete er an der legendären Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG), zu deren Erfolg er mit seinen Produktentwürfen wesentlich beitrug. Gemeinsam mit Studenten der Ulmer Hochschule entwickelte Hans Gugelot ein neues Produktdesign für die Firma Braun, u.a. auch das Radiogerät „SK 4“ zusammen mit Dieter Rams. Zudem entwarf er zahlreiche Industriegüter: Möbel, Nähmaschinen, Rasierapparate, Diaprojektoren und Züge für den Nahverkehr. Die Ausstellung des HfG-Archivs ist die erste umfassende Museumspräsentation zum Leben und Werk des Gestalters seit über 25 Jahren.


www.museumulm.de


Das Museum Ulm mit dem HfG-Archiv ist Dienstag bis Freitagvon 11 – 17 Uhr und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 11 – 18 Uhr geöffnet.


Fotos:
1: Zierscheibe mit zusätzlichen V-förmigen Ritzstreifen, 3.900 v. Chr. © Museum Ulm, Photo Wolfgang Adler, Stadtarchiv Ulm (2)
2: Andy Warhol, aus Wild Rasberries, 1959, Illustriertes Buch, Privatbesitz
3: Radio-Phono-Kombination SK 4 „Schneewittchensarg“. Entwurf Hans Gugelot und Dieter Rams, Hersteller Fa. Braun. Foto Wolfgang Siol, © HfG-Archiv-Museum Ulm

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