Sicheres Zuhause

09.07.2020

Die neue Generation von Alarmanlagen


Insbesondere zur Urlaubszeit sorgen sich viele um die Absicherung ihres Zuhauses. Intelligent vernetzte Alarmsysteme inklusive Smart Home-Apps eröffnen viele Möglichkeiten – mit praktischem Zusatznutzen für den Alltag. 

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Laut Polizeistatistik gab es im Jahr 2018 rund 100.000 Wohnungseinbrüche in Deutschland. Eine Umfrage des Portals Statista brachte wiederum zu Tage, dass jeder dritte Deutsche sich davor fürchtet, Opfer eines Diebstahls zu werden.  Folge: Die Nachfrage nach Alarmanlagen nimmt stetig zu. Neben der Sicherung des eigenen Hab und Guts gewinnen Immobilien dadurch auch an Wert. Eine Investition, die sich für Eigentümer und Vermieter aus vielen Gründen lohnt. Zumal Alarmanlagen sogar von der KfW-Bank bezuschusst werden.  


Bitte vom Fachmann
Gerade im Onlinehandel werben diverse Anbieter mit preisgünstigen Sicherheitskomponenten. Doch sollten Alarmanlagen stets vom Fachmann installiert werden. Dafür gibt es drei gute Gründe: Erstens: Der Fachmann erkennt versteckte Sicherheitslücken und erstellt Gesamtkonzepte – vom Keller über die Garage bis zum Dach – individuell zugeschnitten auf das Gebäude. Dabei geht es vor allem um die Vernetzung aller erforderlichen Komponenten wie Sensoren, Kameras, Kontaktstellen, Sirenen. Zweitens verhindert eine fachgerechte Installation die Gefahr von Fehlalarmen. Löst ein Fehlalarm einen Polizeieinsatz aus, hat der Eigentümer die entstandenen Kosten meist mitzutragen. Drittens kann eine Profi-Alarmanlage zum Nachlass von Beiträgen bei der Hausratversicherung führen. So kann man zusätzlich Geld sparen.  


Übersicht dank Smart-Home-Funktionen 
Bekannte Hersteller wie Telenot, Lupus, Daitem oder Abus bieten unterschiedlichste Lösungen zur Gebäudesicherung an. In jüngster Zeit hat besonders das Interesse an gekoppelten Smart-Home-Systemen zugenommen. Einstellungen oder Kamerabilder können via Smartphone aktiviert beziehungsweise abgerufen werden. 


Für die Nutzung vieler Smart Features ist eine Überwachungskamera essentiell. Dies hat den Vorteil, dass Sie den Vorfall überprüfen und einschätzen können. Ein Beispiel: Eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder im Wohnzimmer meldet Ihnen per SMS einen Verdachtsfall vor der Terrassentür. Sie können sich nun mittels WLAN entsprechend einwählen und überprüfen, ob ein Einbrecher oder Nachbars Katze diesen Alarm ausgelöst hat. So kann ein Fehlalarm vermieden werden.


Eine integrierte Überwachungskamera mit WLAN-Funktion gibt Ihnen auch im Alltag mehr Sicherheit. Dies lohnt sich besonders, wenn sich Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt in Ihren vier Wänden aufhalten. Motto: Vertrauen ist gut – Kontrolle noch besser. Ein Beispiel: Ihre Nachbarn beschweren sich, dass Ihre Hunde laut bellen, wenn Sie bei der Arbeit sind. Mithilfe der Kamera können Sie überprüfen, ob dies stimmt, wann und in welchem Zusammenhang Ihre Vierbeiner bellen und dann hierfür Lösungen finden. Mittlerweile gibt es Smartphone Systeme, mit denen sich nicht nur die Alarmanlage, sondern auch Funktionen wie Licht, Heizung, Bewässerung und Rollläden zentral steuern lassen.


Daneben gibt es die Möglichkeit, einen Alarm sofort an eine Polizeidienststelle oder eine andere angegebene Nummer weiterzuleiten. Auch ist zu überlegen, ob Sie ein System mit einer Sirene oder einem stillen Alarm präferieren. Das schrille Geräusch führt in erstem Fall dazu, dass die Einbrecher rasch das Weite suchen, aber auch gewarnt werden. So ergab eine Statistik des LKA Bayern, dass ein örtlicher Alarm in 18 Prozent der Fälle zu einer Festnahme führte, bei einem stillen Alarm lag die Erfolgsquote hingegen bei 67 Prozent.  


Bis zu 1.600 Euro Zuschuss 
Was viele nicht wissen: Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen werden von der KfW  mit bis zu 1.600 Euro bezuschusst. Dies kann sowohl von Eigentümern, als auch von Mietern beantragt werden. Dazu zählen neben Einbruch-, Gefahren- und Überfallmeldeanlagen auch Nachrüstsysteme für Fenster, Fenstertüren sowie einbruchhemmende Haus-, Wohnungs- und Garagentüren. Als Voraussetzung gilt, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen durchgeführt werden und gewissen Mindestanforderungen entsprechen. Ein Grund mehr in professionelle Dienstleistungen zu investieren. Wichtig: Der Antrag ist zu stellen, bevor die Installations- bzw. Baumaßnahmen beginnen! Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage der KFW unter den Stichworten „Einbruchschutz – Investitionszuschuss“.  dwi 


Wie Sie Ihr Haus sichern können:
Alarmanlagen können einen Einbruch nicht verhindern, erhöhen aber die Chancen, dass die Diebe von ihrem Vorhaben ablassen oder rechtzeitig geschnappt werden. Daher sollten neben der Installation eines Sicherheitssystems vor allem folgende Punkte während eines Urlaubs beachtet werden:


Türen und Fenster gut schließen.
Keinen Zweitschlüssel im Außenbereich deponieren.
Mobiliar im Außenbereich wegräumen, das als Kletterhilfe dienen könnte, zum Beispiel Leiter, stapelbare Stühle etc.
Briefkästen von Nachbarn leeren lassen
Nicht das Haus mit komplett heruntergelassenen Rollläden verbarrikadieren. Verändern Sie digital den Stand der Rollläden oder bitten Sie Ihre Nachbarn dies mehrmals pro Woche zu tun. 
Per Zeitschaltuhr oder Smart Home-App alles aktivieren, was auf „Leben“ hindeutet. Zum Beispiel Licht und Rasensprenger anschalten.
Auch wenn es schwerfällt: Keine Ankündigungen auf Social Media über Ihren Urlaub. Sie können Ihre Ferienschnappschüsse posten, wenn Sie wieder zuhause sind. Selbiges gilt für die Ansage auf dem Anrufbeantworter und der Mailbox.


Fotos: AdobeStock.com (Paolese, Andrey Popov, Stockwerk Fotodesign)

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