Spatenstich in der Heusteige 1

05.07.2021

Modern und begrünt: Neubau in Biberach


Es ist Biberachs südlicher Stadteingang, und gegenüber sind mit Liebherr und Handtmann gleich zwei Firmen von Weltrang angesiedelt. Dort, in der Heusteige 1, begannen Mitte April mit einem feierlichen Spatenstich die Bauarbeiten für ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit durch das städtische Bauamt und Investor HERECON aus Bernau am Chiemsee können nun die Maschinen und Bautrupps regionaler Unternehmen anrollen und, so der Plan, bis Herbst 2022 den modernen, begrünten Komplex fertigstellen.

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In ihm finden dann 48 Wohnungen sowie Gewerbeflächen für einen Drogeriemarkt, einen Biomarkt und einen Bäcker Platz. „Wir haben die Neugestaltung dieses früheren Edeka-Areals seit Jahren auf der Agenda“, so Baubürgermeister Christian Kuhlmann in seiner Ansprache. Im Sommer 2018 hätten sich Gemeinderat und Gestaltungsbeirat vor Ort städtebauliche Modelle angeschaut. Der nun entstehende Komplex mit einem Sockelgebäude und drei Wohnriegeln mit zwischenliegenden Grünflächen sei größer als ursprünglich erwartet, aber eine ausgezeichnete Lösung. 


Obwohl der Bebauungsplan des Areals und die Gefahr von Hochwasser bei Starkregen nicht einfach seien, habe man mit der Stadt Biberach und dem Leutkircher Architektenbüro Stefan Redle in einem konstruktiven Prozess eine ansprechende Architektur entwickeln können, so Heiner Englert. Der Geschäftsführer von HERECON erklärte mit sichtbarer Wertschätzung: „Biberach spielt mit tollen, neuen Gebäuden schon eine Vorreiterrolle und hat hohen Wohnungsbedarf. Die Stadt floriert, hat viele Einpendler und gemeinsam konnten wir attraktive Lösungen entwickeln, die über den klassischen Gewerbebau weit hinausgehen.“


Mit seiner Begrünung hin zur Memminger Straße, einer nicht versiegelten Parkfläche, 70 Tiefgaragen-Plätzen, dem KfW-55-Energiestandard und einem attraktiven Einkaufssortiment von Rossmann über Denn’s Biomarkt bis hin zur Bäckerei Eisinger möchten Stadt und Investor die hohen Ansprüche an den Standort erfüllen. Die Baukosten belaufen sich auf ungefähr 18 Millionen Euro. Nach dem Aushub durch die Firma Max Wild wird Grüner und Mühlschlegel mit dem Rohbau beginnen. „Fertigstellung kann und soll im Oktober 2022 erfolgen“, so Architekt Stefan Redle. „Gefährlich ist momentan nur die allgemeine Materialknappheit – Holz, Dämmstoffe, Rohre sind nur einige Beispiele dieser kritischen Phase.“


Der Spatenstich war in Event-armen Zeiten schon mal ein Highlight, und wenn es nach den Verantwortlichen geht, dann dürfen diesem sonnigen Ereignis gerne ein fröhliches Richtfest und eine feierliche Eröffnung folgen. Mit den Snacks aus dem Hause Eisinger konnten die Besucher sich zumindest kurz vorstellen, wie es hier später bei Kaffee und Kuchen sein wird. cra


Illustration: HERECON, Fotos: Hermann Genth

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