Winterwandern auf der Schwäbischen Alb

15.12.2021

Rhapsody in Weiß 


Die Titel „Schneewalzer“ oder „Wintermärchen“ klingen verheißungsvoll: Auf den beiden Premium-Winterwanderwegen und vielen weiteren Touren können Sie die Schwäbische Alb zur kalten Jahreszeit völlig neu entdecken. Kühl und rein eröffnen sich herrliche Aussichten bei kristallklarem Himmel. Dabei begegnet Ihnen eine zauberhafte Landschaft – schillernd und funkelnd, als wäre sie mit einem Zuckerguss überzogen. 

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Winter auf dem Sofa? Nicht bei solch märchenhaften Landschaften direkt vor der eigenen Haustüre! Zwei zertifizierte Premium-Winterwanderwege locken auch bei frostigen Temperaturen zum Outdoor-Erlebnis auf die Schwäbische Alb. Die Wege werden extra für Wanderer gespurt beziehungsweise planiert. Dadurch können Sie diese bequem und sicher passieren. Bitte beachten: Die beiden Winterwege sind NUR bei entsprechender Schneelage begehbar. Weil Winterwandern höhere Ansprüche an die Kondition stellt, wurde auch diesem Aspekt Rechnung getragen. Auf den fünf bis siebeneinhalb Kilometer langen Wegen gelangen Sie nach etwa 2-3 Stunden Gehzeit wieder zum Ausgangspunkt. Dadurch lassen sich zur dunklen Jahreszeit die Touren problemlos bei Tageslicht bewältigen. Vorausgesetzt Sie „verhocken“ nicht bei Glühwein, Punsch und Vesperbroten an den spektakulären Aussichtspunkten. 


Start am „Penthouse“ der Schwaben 
Beide Premium-Winterwanderwege beginnen in Albstadt auf der Schwäbischen Alb. Ihre Lage auf dem Hochplateau brachte der Stadt die Bezeichnung „Penthouse der Schwaben“ ein. Wälder, Wachholderheiden und der sich majestätisch erhebende Albtrauf verwöhnen Wanderer mit einem abwechslungsreichen Landschaftsbild. Als eine der ersten Wanderwege in Süddeutschland wurden die insgesamt zehn Traufgänge bereits 2010 mit dem Premiumsiegel „Qualitätswanderwege“ vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnet. Albstadt erstreckt sich mit seinen neun Stadtteilen auf einer Höhe zwischen 751 und 966 Metern an der Nordwestgrenze des Albtraufs. Hier haben Sie gute Chancen, ein weißes Winter-Wonderland vorzufinden. 


Tour „Schneewalzer“  -  Weiße Pracht, soweit das Auge reicht: 
Das Hochplateau des Heersberges bei Albstadt-Burgfelden bietet ein herrliches Parkett, um das Eis unter ihren Füßen knirschen zu lassen. Von weiten, glitzernden Schneefeldern bis zu heimeligen Tannenwäldern können Sie hier durch eine unberührte Natur tänzeln und sich von der winterlich-wohltuenden Stille tragen lassen. Die Tour ist ideal, um einmal den Blick zu weiten – bei klarem Wetter öffnet sich der Blick sogar bis ins Alpenvorland.  Der Auf- und Abstieg beträgt lediglich 97 Höhenmeter. Auch bei mäßiger Kondition gut zu bewältigen.
Länge: 5,23 km, Level: mittel 


 


Tour „Wintermärchen“
Die abwechslungsreiche Tour führt auf einer planierten Spur durch Wachholderheiden und Mischwälder, die sich im winterlichen Kleid von ihrer romantischen Seite präsentieren. Sie passieren Bauernhöfe, Skilifte, Gastronomien (bei Bedarf vorab Tisch reservieren) und jede Menge Fernsichten. Ein Highlight ist der Aussichtsturm Raichberg. Wer diesen erklimmt, wird mit einem fantastischen Rundum-Panorama belohnt. Gen Süden können Sie bei klarem Wetter bis auf die Vogesen sowie die Berner und Waliser Alpen blicken. Gen Norden weitet sich der Blick auf die verschneiten Türmchen von Schloss Hohenzollern. Eine Postkartenkulisse, bei der es einem warm ums Herz wird – egal, bei welcher Außentemperatur! Den Blick auf Schloss Hohenzollern können Sie in Ruhe genießen, wenn Sie einen kleinen Abstecher zum Zeller Horn anfügen und dort eine Rast einlegen.
Länge: 7,41 Kilometer, Level: mittel, Höhenunterschied: 170 Meter


Mehr Details zu den Touren wie Anfahrt, Parkplätze und GPS-Daten erhalten Sie auf der Seite des Tourismusverbandes Schwäbische Alb: www.schwaebischealb.de/winter/winterwandern


 


Weitere Wintertouren über die Alb
Auf der entsprechenden Internetseite finden Sie neben den beiden zertifizierten Premium-Winterwanderwegen noch weitere empfehlenswerte Touren, die im Winterkleid äußerst einladend wirken. Dazu gehört zum Beispiel der Löwenpfad „Filstalgucker“. Vom Deutschen Wanderinstitut wurde der 13,4 Kilometer lange Rundweg in der Kategorie „traumtour“ zertifiziert. Grund: Die Tour verläuft entlang des Albtraufs ohne anstrengende Höhenunterschiede (genauer: 150 Meter). Ob Tiroler Felsen, Geiselstein, Kahlenstein, Ostlandkreuz oder Burgstall – hier reihen sich die malerischen Ausgucke dicht aneinander. Von diesen blicken Sie erhaben über das Rohrachtal, das Obere Filstal sowie die Stadt Geislingen. Der Wanderweg entspricht dem Level „leicht“.


Wer wenig Zeit hat, ist mit dem Löwenpfad „Spielburg-Runde“ gut beraten. Dieser nur 3,5 Kilometer lange Komfortwanderweg bei Göppingen verbindet den Berg Hohenstaufen mit der Felsformation Spielburg. Level: leicht. 


In Gruibingen kommen Sie bei der „Boßler-Runde“ in den Genuss des doppelten Albtraufs und wandern auf der 8,7 Kilometer langen Strecke zwischen Streuobstwiesen, Wachholderheiden und Buchenwäldern.  Level: mittel.


 


Bitte beachten Sie beim Winterwandern folgende Punkte:
Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wanderwegen. Nicht nur zu Ihrer eigenen Sicherheit, sondern auch um die geschützte Tier- und Pflanzenwelt nicht in ihrer Winterruhe zu stören. Jede „Flucht“ vor Menschen kostet die Tiere nur unnötige Energie, die sie zum Überwintern benötigen.     dwi


 


Gute Vorbereitung – gute Zeit!
Tipps für einen unbeschwerten Aufenthalt im Weißen.



  • Parkplätze überprüfen
    Am Wochenende sowie in den Ferien gelangen die Wanderparkplätze in Albstadt häufig an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Social Media Kanäle von @albstadttourisimus informieren in Echtzeit über die Auslastung der einzelnen Parkplätze. 

  • Wetter und Schneelage checken
    Da die beiden Winter-Premiumwanderwege „Schneewalzer“ und „Wintermärchen“ nur bei entsprechender Schneelage begehbar sind, sollten Sie sich vorab über den Wetterdienst informieren. Im Internet unter www.albweiss.de sowie bei der Tourist-Information Albstadt unter Telefon 07431/160-1204.

  • Richtiges Timing
    Starten Sie rechtzeitig und planen Sie das Tageslicht ein. Im Dezember geht die Sonne in unseren Breitengraden bereits gegen 16.30 Uhr unter. 

  • Gute Kleidung
    Auf Ihren Wanderungen erreichen Sie fast eine Höhe von 1.000 Metern. Entsprechend ist es auf der Albhochfläche „einen Kittel kälter“ als in den Niederungen rund um Ulm und Donautal. Empfehlenswert ist ein Lagenlook aus warmer, wasserabweisender Kleidung. 

  • Ausrüstung und Schuhwerk
    Aufgrund der Schneereflexionen gehören Sonnenbrille und Sonnenschutz in den Rucksack. Ein Wind- und Wetterbalsam schützt die Haut vor kalten Böen.
    Für die beiden Premium-Winterwanderwege sind keine Schneeschuhe erforderlich, da die Wege gespurt sind.
    Gute Wanderschuhe/-stiefel mit Profilsohlen sind allerdings ein Muss. Da Sie bei klarem Wetter sogar bis ins Alpenvorland blicken können, sorgt ein Fernglas für zusätzliche Entdecker-Einblicke. 

  • Wärme geht durch den Magen
    Ohne Glühwein, Punsch oder Tee ist eine Winterwanderung nur halb so schön! Packen Sie die Thermoskanne ein und suchen Sie sich ein lauschiges Plätzchen für einen winterlichen „Outdoor-Aperitif“. Nüsse, Trockenfrüchte, Äpfel oder Gebäck sind ein genussvoller Snack für Zwischendurch. 

  • Eine Brotzeit liefert zusätzliche Energie
    Brote und Backwaren aus Vollkorn punkten durch die perfekte Mischung aus komplexen Kohlenhydraten und Proteinen, die Sie fürs Wandern benötigen. 


Fotos: Albstadt Tourismus

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